Die Importorganisation für Fairen Handel
Die EZA Fairer Handel GmbH ist die größte Importorganisation für fairen Handel in Österreich und wurde 1975 von der holländischen Fair-Handels-Organisation SOS-Wereldwinkels (jetzt FTO) gegründet. (EZA=Entwicklungszusammenarbeit)
Die EZA Fairer Handel ist eine GmbH. Allfällige Gewinne werden zur Stärkung und Förderung des fairen Handels verwendet. Der laufende Betrieb inkl. aller Aufwendungen muß sich aus den Handelsaktivitäten finanzieren.
Als Importorganisation für fairen Handel orientiert sich die EZA am Grundsatz „Handel statt Hilfe“. In diesem Sinne sieht es die EZA als ihre Aufgabe, die Produktions- und Lebensbedingungen in den Ländern des Südens durch die Vermarktung von fair gehandelten Produkten zu fördern.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden folgende, über den fairen Handel hinausreichende Maßnahmen gesetzt:
* Die Förderung von Projekten und Initiativen unserer Partnerorganisationen.
* Die Förderung der Informations- und Bildungsarbeit über unsere Partnerorganisationen und die Darstellung allgemeiner globaler Problematiken und deren Auswirkungen auf die Menschen in den Entwicklungsländern. Die Informationsarbeit hat das Ziel, die Handelsschiene zu stärken und zu fördern. Ziel der Informations- und Bewußtseinsarbeit ist es, konkrete Handlungsmöglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen und zur Bewußtseinsbildung in Österreich beizutragen.
* Die Unterstützung der entwicklungspolitischen Lobby-Arbeit anderer Fairhandelsorganisationen wie EFTA, NEWS! und ARGE-WL mit dem Ziel einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung.
Fairer Handel ist unserer Ansicht nach der beste Ansatz zur Förderung und Unterstützung einer eigenständigen und selbstbestimmten Entwicklung in den Ländern des Südens. Fairer Handel kennzeichnet sich in der Regel durch folgende Mindestleistungen an die HandelspartnerInnen, denen sich auch die EZA verpflichtet fühlt:
* Bessere Preise als am Weltmarkt üblich
* Mehrpreiszahlungen
* Vorauszahlungen
* Möglichst direkte Handelskontakte unter Ausschaltung jenes Zwischenhandels, der die ProduzentInnen benachteiligt und ausbeutet.
* Langfristige Abnahmegarantien und Handelsbeziehungen
* Informationsarbeit über die ProjektpartnerInnen in den KonsumentInnenLändern
* Information an die ProjektpartnerInnen über die hiesigen Marktverhältnisse und Marktentwicklungen.
